2.1.2010

Heute wollte ich unbedingt die Freiheitsstatue sehen, habe mich also zu Fuß wieder auf gemacht und wollte so in 2 Stunden dort sein, das habe ich auch wirklich gut geschafft – naja um 14 Uhr war ich an der Wall Street, aber ich dachte wenn du schon mal dort bist, dann kannst dich hier auch etwas umsehen. Bin die Wall Street also einmal runtergegangen zum East River, um mir die Brooklyn Bridge mal anzusehen. Lange konnte ich da aber nicht bleiben denn es ist/war heute unglaublich kalt. -8 Grad sagte das Thermometer, hinzukam der unglaubliche Wind, ja schon fast Sturm (kam auf die Straße an).

Also bin ich die Wall Street wieder hoch, diesmal mit gezückter Kamera, und filmte meinen Gang hoch – nach wenigen Minuten konnte ich die Kamera kaum halten, da meine Finger anfingen zu schmerzen (ja, ich hatte Handschuhe an).

Naja, nachdem ich dann noch den großen Bullen gefunden hatte, bin ich dann weiter zum Battery Park um eine Fähre zu ergattern. Nachdem ich zweimal an der falschen Schlange anstand um ein Ticket zu kaufen, kam ein Ticketverkäufer raus, und meinte es wären nicht genügend Tickets mehr für alle da, dass die letzte Fähre im Winter um 15:30Uhr fahren würde. Man was hab ich mich geärgert. Denn die Freiheitsstatue will ich eig. noch sehen bevor ich wieder los muss.

Naja, also hab ich den tollen (überteuerten) Stadtplan gezückt, und wollte den Weg nach Chinatown raussuchen.

Als ich dann in Chinatown war, war es, als wäre es eine andere Welt. Die Banken, die Plakate und fast alles auf denen vorher englische Worte standen, prangerten nun chinesische Schriftzeichen. Durch das angrenzende Little Italy bin ich nicht gegangen, da es laut Karte nur zwei Blocks sind.

Als das Viertel dann zu Ende war, hab ich ein New York gesehen, welches man noch vom TV Anfang der 90er her kennt. Meine Güte, dort hab ich meine Tasche gut festgehalten.

Nun ja, noch drei volle Tage, mittlerweile beginnt das anfangs spektakuläre zum Altagsbild zu gehören. Die Häuser kommen einem nicht mehr so hoch vor, und auch sonst gewöhnt man sich immer mehr an die ganze Stadt. Man weiß, wann man über die rote Ampel gehen kann oder sogar muss.

Heute kam ich auch in eine lustige Situation, da fragte mich eine Amerikanische Familie wie sie zur Wallstreet kommen. Ich sagte, dass ich selber Tourist wäre, aber konnte ihnen dennoch weiterhelfen (zum Glück war ich heute da^^). Da sagte die Frau zu ihrem Mann, dass ich die Stadt besser kennen würde als die Amerikaner (natürlich scherzhaft gesagt). Da fragte man mich, ob ich aus London kommen würde, da ich doch einen recht britischen Akzent hätte.

Und noch ein kleines Bild zum Abschluss des Tages.

Nein, ich kenne nicht all diese Leute, aber sie wollten einfach nicht weggehen 🙁


3 Antworten zu “2.1.2010”

  1. zombo sagt:

    Blöd dass der doofe Stier nicht aus dem Bild gehen wollte als du die Leute fotografiert hast.

  2. Walter Mayer sagt:

    Hallo, da ich den „New York Toruisten“ ja durch den Threat aus CB kennengelernt und von ihm jetzt WIN 7 Lizenzen gekauft habe, bin ich neugieriger Weise auch auf diesen Bericht von New York gestoßen; was ich da gerne kommentieren möchte, sind die Bemerkungen, dass man ja innerhalb kurzer Zeit in New York alles gesehen haben kann und mit der Zeit einem die Häuser auch nicht mehr besonders hoch vorkommen, sondern dass sich der BIG APPLE schließlich auch nur als eine Stadt wie viele andere entpuppen würde !

    Zugegeben: Wenn man als Tourist so eine Kurzreise dorthin unternimmt und auch nicht wirklich mit New Yorkern zusammentrifft und diese kennenlernt, mag dieser Eindruck schon richtig sein ! Auch wovon hier eher nicht oder aber untertrieben berichtet wurde, ist sicherlich auch der Dreck dieser Stadt, der Gestank und der Müll, den man überall finden kann, zumindest abseits der normlen Tourist Traps !

    Aber dennoch möchte ich einfach eine Lanze brechen für diesen Moloch von Stadt: Als einer, der längere Zeit mitten in New York im Herzen vom Village (Wahington Square South !) gelebt und an der NYU studiert hat, kenne ich diese Metropole aus etwas anderer Sicht, als man Sie mit einem Touristen-Schnell-Program so kennenlernen kann !

    Und da muss ich schon sagen, die Einzigartikeit und Unbeschreiblichkeit an kultureller Vielfalt, Lebensart und Lebenslust,Klamauk und Business die man in dieser Stadt und im Miteiander mit ihren Bewohnern finden kann, findet man gewiss in keiner anderen Stadt in dieser Art und Weise in der Welt ein zweites Mal !

    Aber: man kann diese Stadt und ihren Flair, ihre kulturellen Schätze und auch ihre ihre Hinterhöfe und Geheimnisse nicht in acht Tagen, auch nicht in mehreren Wochen, nicht in einem Jahr, ja, ich behaupte das, auch nicht in einem ganzen Leben wirklich erfahren !

    New York muss man leben und insbesondere mit den New Yorkern muss man leben, wenn man den BIG APPLE besser kennen lernen will, und wenn man ihn lebt, dann macht dieser stinkende und lärmende Koloss süchtig – eine Sucht, die sicherlich ein ganzes Leben lang anhält !

    Das musste ich jetzt einfach mal loswerden, auch als jemand, der während seines Studiums die Stadt aus anderen Blickwinkeln gesehen hat, der tagtäglich auf seinem Weg zur Uni aus der U-Bahnstation des World Trad Centers herauskam, der unzählige Male von den Plattformen der Zwilligsürme zu allen Jahreszeiten die Stadt erlebt und überblickt hat und auch als jemand, der dann nach 9/11 fassungslos vor den Trümmern stand !

    Übrigens, ich habe die Stadt auch nach meinem Studium so oft wieder besucht, dass ich heute nicht mehr sagen kann wie oft das insgesamt gewesen war ! Aber zu dem vorliegenden Bericht fällt mir noch ein: Ich habe es in all diese Zeit auch nicht geschafft, Elis Island oder die Statue of Liberty zu besuchen !

    Was ich dem Autor wünsche : Wenn er mal wieder hinkommst, dass das er dann in dem Wissen hinkommen möge, dass diese Stadt ein wahnsinnig anderes Gesicht hat, als die Touristen es sehen ! Und wenn man das weiß, und danach Ausschau hält, dann findet man davon auch immer mehr und mehr !

    • rony sagt:

      Genau so einen Kommentar wünsch ich mir – danke dafür.
      Nun es ist so, nach mittlerweile fast zwei monaten in Deutschland kann ich sagen, dass mich diese Stadt schon etwas verändert hat.
      Ich war vor meiner Reise ein riesen Städtefan, ich wollte gerne in einer Stadt leben. Viele Leute sagten: „Ach, wenn man da ist(in der Stadt), dann will man ganz schnell wieder weg.“
      Nun, nun war ich in NY, und nun möchte ich noch lieber in einer am liebsten sogar in DIESER Stadt leben.

      Ich denke mal aus meinen Blogposts spricht oft auch die „Entäuschung“. Denn NY hab ich mir total anders vorgestellt, und dennoch war es doch wie ich es mir dachte – ein schwieriges Gefühl.

      Nunja, aber mittlerweile kommt eine Sehnsucht nach NY. Oft denke ich an teile meiner Reise zurück, ich träume davon oder Erzähle es anderen.
      Vor kurzem haben wir einen Film im Kino gesehen, der in NY spielt, und man konnte mich kaum zurückhalten, den anderen zu erzählen wie die umgebung aussah, der was ich dort alles gesehen habe.

      Ja, mein Urlaub war kurz, für mehr Tage hatte ich leider kein Geld 🙁 – aber ich habe versucht mich so gut „einzuleben“ wie es geht.
      So bin ich nicht mit der U-Bahn oder dem Taxi gefahren, da ich viel von NY erleben wollte, natürlich die U-Bahn oder das Taxi gehören auch dazu – aber das musste ich einfach mal abwägen.

      Und umso länger ich da war, umso besser gefiel es mir, umso besser kannte ich Verhaltensweisen etc…

      Aber ich finde es gut, dass du schreibst – vorallem da du auch in NY warst. Oft musste ich mir anhöhren, „ach, wenn ich da gewesen wäre, dann….“
      Ich habe mir das auch etwas anders vorgestellt, fand es aber dennoch klasse, und werde zu 100% mind. einmal nach NY fliegen 🙂

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