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Mit ‘5870’ getaggte Artikel

Die Grafikkarte die ihrer Zeit voraus ist…

Sonntag, 28. März 2010

Nun, Nvidia hat ja mit einem Paukenschlag die neuen Karten veröffentlicht. Monatelang wurde jede Information von Usern aufgesaugt, bis es schon fast lächerlich wurde.

Zum Glück konnte Nvidia dem ein Ende setzte, indem sie die Karte einfach mal veröffentlicht hat.

Aber was ist das? – Die Karte ist 4-12% schneller als der Pedant aus dem Hause AMD (5870) verbraucht aber ganze 150Watt MEHR.

Was für ein Wahnsinn! Mein Rechner verbraucht 56Watt – den könnte ich nun dreimal hier betreiben und hätte nur die Mehrlast von AMD zu Nvidia. Hinzukommt die extrem Lautstärke wenn die Karte ihr Arbeit vollrichtet – teilweise 63db werden erreicht. Blöd ist nur, dass man die Karte selbst dann hört, wenn man mit Lautsprechern spielt -,-.

Aber was Nvidia da gemacht, sie kommen fast ein halbes Jahr später als AMD mit den ersten DX11 Karten, und dann solch eine Totgeburt? Die ersten Stimmen sprechen bei seitens AMD davon, dass bald ein Refresh ins Haus steht, der dürfte die Karten von Nvidia noch schlechter dastehen lassen.

Möglichkeit Eins wäre, die haben einfach einen riesen Widerstand auf das PCB gelötet, der Energie einfach in Wärme umwandelt… Das ist natürlich nur ein Scherz, denn man muss sich erinnern, mit was Nvidia anfangs Werbung gemacht hat. Sie haben die brachiale Rohleistung der neuen GPU angepriesen. Eine Rechneleistung die kein anderer Chip dieser Welt haben wird – und damit hatten sie recht. Es gibt kein Bauteil auf der Welt bei dem so viel Rechenpower auf dieser Fläche existiert wie zurzeit bei Nvidia. So kann man neuerdings ECC GDDR-Speicher verbauen, man hat der GPU richtig Cache unter die Haube mit gegeben und eine extra Rechneinheit kümmert sich um Raytracing. Auch die Rechenleistung bei der doppelten Genauigkeit wurde um ein vielfaches erhöht.

Wie man sieht, sehr viele Funktionen und Extras von denen heutige Spiele überhaupt keinen Nutzen haben, viele Sachen die wirklich nur für wissenschaftliche Arbeiten gut sind. Denn Nvidia verfolgt ja nun schon seit einigen Jahren die Strategie, dass man die CPU verdrängen möchte. Des Weiteren hatte man etwas Angst vor dem was bei Intel unter dem Namen „Larrabee“ entwickelt wurde. Eine GPU aus hunderten von normalen Pentium-Kernen, diese sollte man dann sogar als zusätzlichen Prozessor unter Windows ansprechen können. So konnte Intel eine Rechneleistung von einem Teraflop erreichen. Zwar haben AMD und Nvidia diese Zahlen schon weit vor Intel erreicht, doch würden Programmierer auf eine bekannte Architektur zurückgreifen, als auf etwas total Neues. Denn bisher hat kaum jemand größere Projekte auf einer GPU realisiert, geschweige denn ist die Rechneleistung im Massenmarkt angekommen.

Nun bekommt man Softwareentwickler nur mit drei Gründen dazu für die eigene Architektur zu entwickeln:

  1. Sie ist unglaublich schnell
  2. Es gibt ausgezeichnete Entwicklertools
  3. Man ködert mit Geld

Letzteres wollte man wohl nicht im großen Stiel betreiben, aber auch dort gab es schon genug Wettbewerbe aus dem Hause Nvidia.

Nun konnte man die Rechneleistung um ein vielfaches steigern, und auch die Entwicklertools wurden bereitgestellt. Dann hat Intel die Blase platzen lassen, und dem Larrabee, in der bisherigen Form, eine Absage erteilt – denn die Rechenleitung sei nicht auf dem erhofften Niveau. Nun hat Nvidia also ein absolutes Topprodukt, und keinen Konkurrenten. Könnte also eig. nicht besser laufen – doch man hat wohl vergessen, dass die Karten einen festen Kundenkreis haben und das nun mal die Spieler, und für die wurde die Karte nicht ausgelegt.

Nun hat man eine GPU die massenweise Features an Board mitbringt, aber kein Speil welches diese nutzen kann – man kann also sagen die Hardware ist der Software um Längen voraus. Es lohnt sich aber auch nicht die Karte für die Zukunft zu kaufen, denn wenn die Features bei den Spielen Einzug halten, bis dahin wird es sparsamere Karten geben, die auch noch viel weniger Geld kosten.