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Mit ‘Film’ getaggte Artikel

Warum bei Breitbild Details verlohren gehen!

Sonntag, 28. Juni 2009

Wenn man heute von Breitbild redet, denkt der Filmfreund selten an 16:9 (1,78:1) sondern eher an 2,4:1 oder 2,35:1 (21:9).

Die Formate sind also noch „Breitbildiger“ als 16:9. Aber warum hat man solch Breite Bildformate ins Leben gerufen?

Nun man wollte dem Menschen ein „Mittendrin-Gefühl“ verleihen, zwar entspricht ein solch breites Kinoformat nicht mehr unserem Sehbereich, aber wenn man den Kopf etwas geschwenkt hat, hatte man immer noch Kinobild (damals saßen die Leute wesentlich näher vor er Leinwand als heute).

Diese Entwicklung war auch so nicht weiter schlecht, vor allem da sie mit herkömmlichen Techniken hervorgebracht werden konnte. Man nahm den Film, den man auch bei 16:9 verwendet, und hat andere Linsen genommen, die einen weiteren Winkel haben, und so mehr einfangen können. Das Bild wurde gestaucht auf dem Film festgehalten. Wenn man das Bild nun wiedegeben wollte, hat man einfach die gleichen Linsen verwendet, und schon hatte man ein Riesenbild, auf dem Platz eines 16:9 Filmes.

Nun war das damals alles kein Problem, aber wie sieht es heute aus? – Denn heute werden Filme digital gespeichert, und wie sieht es bei zukünftigen Produktionen aus?

Stand der Dinge ist derzeit die Blu-Ray Disc (BD), das Bild wird auf ihr immer in 16:9 gespeichert.

Nehmen wir mal an, man will ein Mosaik in 16:9 analog aufzeichnen, nun stellt man es so ein das 1080 Felder in der Höhe und 1920 Felder in der breite sind. Wenn man nun diesen analogen Film auf eine BD bringen will, bekommt jedes Feld seinen eigenen Pixel zugewiesen, und das Bild ist gestochen scharf.

Will man nun mit 21:9 ein Mosaik filmen, ist das erst mal kein Problem. Man muss jedoch bedenken die Höhe bleibt dieselbe, nur die Breite nimmt zu. also hat man 1080 Felder in der Höhe aber in der Breite 2520 Felder, da ja mehr Bildinhalt in der Breite auf analogen Film aufgezeichnet werden soll.

Wenn man dieses Bild nun auf eine BD bringen will, weiß der Player damit nichts anzufangen, weil er solch ein Bildformat nicht kennt. Nun muss dieses Bild verkleiner werden, so dass man die 2520 Pixel auf 1920 runterbringt. Das Bild hat also nur noch ca. 76% seiner originalen Größe, das gleiche passiert natürlich mit der Höhe genauso.

Das gesamte Bild wurde also verkleinert, doch wenn man jetzt nach dem Mosaik sucht, wird man nur ein graues Bild sehen, da schwarz und weiß (die Farben der jeweiligen Felder im Mosaik) verwischt wurden. Das bedeutet es sind Details verloren gegangen, und diese bleiben weg.

Ich hoffe, bis hierhin konnte man mir folgen. 🙂

Natürlich hat die Filmindustrie dieses Problem erkannt, möchte aber weiterhin in einem extrembreiten Format produzieren. So wird das mit einem Trick erreicht, man dreht in 16:9 und schneidet Oben und Unten einfach Teile ab. Aber man kann es dafür Pixelgenau auf digitale Medien bringen. Der Vorteil durch Breitbild fällt dann aber total weg, weil man ja extrem viel an Bild einbüßen muss. So gibt es von „Fight Club“ eine TV- und eine Kinoproduktion. In der TV-Produktion war das Bild in dem Seitenverhältnis 16:9 (so hängt auch manchmal ein Mikro im Bild) und die Kino-Produktion war 2,4:1 (21,6:9).

Aber warum rudert die Filmproduktion einfach nicht zurück? – Nun ja, der Grund ist ziemlich banal. Der Mensch setzt dieses Format/Seitenverhältnis gleich mit – Kino. So kann man das auch an der Bildwiederholungsrate(Framerate) sehen. Bei der heutigen Technik wäre es ein leichtes Frameraten von 30, 40 oder gar 60 hinzubekommen, doch wer so ein Flüssiges Bild sieht, denkt sofort an eine TV-Produktion, und das will man in Hollywood nicht.

Also werden Filme weiterhin bei 23,976fps produziert, und das Bild bleibt bei 21:9.

Dieser Artikel ist auf meinem eigenen Mist gewachsen, natürlich hab ich mir das Wissen teilweise angelesen, doch die Gedanken hinter dem Qualitätsverlust und Produktionstechniken, hab ich ausgebrütet. 😉 Sollte es Fehler geben, bitte ich mir diese mitzuteilen.

Bay der nächste Boll?

Samstag, 27. Juni 2009

Ich bin wirklich enttäuscht von dem was Michael Bay mit „Transformers – Die Rache“ abgeliefert hat. Vorweg das soll jetzt keine ausgewachsene Filmkritik zum Film sein, denn diese kommt später. 😉

Hat Michael Bay nicht auf die Stimmen der Kritiker gehört, die den ersten Transformers zwar passabel aber nicht wirklich gut fanden? Warum musste das Schlechte des ersten Films nochmal in dem zweiten genommen, und dann sogar verdoppelt werden?

Man könnte meinen, als ob Bay es total egal wäre was andere sagen, und er den Film so machen wird wie er will. Nun das zeichnet einen Regisseur eigentlich aus, dass er „sein Ding“ macht, doch nur sollte „das Ding“ auch gut sein. Regisseure wie David Fincher oder Quentin Tarantino sind erstklassig, weil sie einfach das machen was in ihrem geistigen Auge vor ihnen steht. Doch Bay hält sein Publikum für dümmer als es eigentlich ist.

Bay hat so einige Parallelen zu Uwe Boll, denn dieser hört auch nicht auf die Zuschauer, die mittlerweile darum betteln damit er aufhört und nicht eine Spieleverfilmung nach der anderen zu verfeuern.

Nun wen sollte man an den dritten Teil lassen, mir würde da J.J Abrams einfallen, der mit „Star Trek“ bewiesen hat, das man gutes Popcornkino machen kann!